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Nokia kündigt erste virtuelle Distributed Access Architecture für Kabelnetzbetreiber an; beendet Diskussion über R-PHY und R-MACPHY

  • Virtuelle Distributed Access Architecture (vDAA) von Nokia virtualisiert das CMTS, so daß es überall verfügbar ist und Kabelnetzbetreiber ihr DOCSIS-Netz flexibel und kostengünstig aufrüsten können.
  • Universeller Kabelnetz-Zugangsknoten von Nokia kann auf Knopfdruck als R-PHY-Gerät (RPD) oder R-MACPHY-Gerät (RMD) konfiguriert werden.

Espoo, Finnland, 9. Oktober 2017

Nokia kündigt die nächste Generation seiner Unified Cable Access-Lösung an. Sie wird die Art und Weise, wie Kabelnetzbetreiber eine Distributed Access Architecture (DAA) implementieren, grundsätzlich verändern. Mit der erweiterten, virtuellen Lösung können Kabelnetzbetreiber sowohl R-PHY- als auch R-MACPHY-Geräte innerhalb ihres Netzes einsetzen und komfortabel zwischen beiden Varianten umschalten - je nach den Anforderungen an ihr Netz und ihrer strategischen Ausrichtung.

Kabelnetzbetreiber nutzen DAA, um den Durchsatz zu steigern, die Kosten zu senken und neue Dienste schneller bereitzustellen. Sie erreichen diese Ziele, indem sie Funktionen der Kabelnetz-Zugangsschicht, die sich traditionell in den Headend- und Hub-Standorten befinden, in die Zugangsknoten verschieben. Bisher mussten Kabelnetzbetreiber sich zwischen zwei DAA-Konzepten entscheiden: R-PHY, das nur die Erzeugung des DOCSIS-Signals (PHY) in den Zugangsknoten verschiebt, und R-MACPHY, das sowohl die PHY- als auch die DOCSIS-Verarbeitung (MAC) in den Zugangsknoten verlagert.

Da Kabelnetzbetreiber bisher gezwungen waren, sich für eine Option zu entscheiden, war eine flexible Bereitstellung der besten Technologie je nach Anwendungsfall kaum möglich. Viele Betreiber mussten eine Entscheidung treffen, bevor sie sich über die potenziellen Auswirkungen auf ihr Netz im Klaren waren. Mit der neuen Unified-Cable-Access-Lösung von Nokia sind Betreiber nun nicht mehr gezwungen, sich zwischen R-PHY und R-MACPHY zu entscheiden.

Leistungsmerkmale der neuen vDAA von Nokia sind unter anderem:

  • vCMTS Anywhere - Nokia hat das CMTS (Cable Modem Termination System) virtualisiert, das sowohl DOCSIS MAC als auch eine virtuelle Netzfunktion (VNF) enthält. Somit kann das vCMTS überall auf dem Netz ausgeführt werden: auf dem Knoten oder auf einem handelsüblichen Server im Außenbereich (OSP), im Hub, im Headend oder im Rechenzentrum.
  • Universal Node - Kabelnetzbetreiber können einen Gainspeed Kabelnetz-Zugangsknoten während des Betriebs umschalten - von R-PHY auf R-MACHPHY oder umgekehrt. Damit haben sie die Möglichkeit, einen Knoten bestmöglich für einen bestimmten Anwendungsfall einzustellen. Außerdem kann der Betreiber nahtlos von R-PHY auf R-MACPHY umsteigen.
  • Unified Control - Der Gainspeed-Zugangscontroller ist in der Lage, sowohl R-PHY- als auch R-MACPHY-Knoten gleichzeitig zu unterstützen, weil er über erweiterte Funktionen für die einheitliche Kontrolle von Kabel- und Glasfasernetzen verfügt. Kabelnetzbetreiber können Kosten sparen und das Netzdesign vereinfachen, indem sie denselben Controller nutzen, um unterschiedliche Nokia-Zugangsknoten zu steuern, die in HFC- und Glasfasernetzen im Einsatz sind.
  • Interoperabilität - Nokia ist die Interoperabilität seiner Lösungen wichtig. Die neue Lösung wird mit jedem R-PHY- oder R-MACPHY-Knoten kompatibel sein.

Liliane Offredo-Zreik, Chefanalystin bei ACG, sagt: "In der Branche hat es heiße Debatten zum Thema R-PHY oder R-MACPHY gegeben. Allerdings sind Kabelnetze alles andere als homogen. Kabelnetzbetreiber müssen in jedem Markt flexibel entscheiden können, was die richtige Lösung ist. Diese Flexibilität bietet die virtuelle Distributed Access Architecture von Nokia. Da die CMTS-Funktion virtualisiert ist, kann sie an der besten Stelle bereitgestellt werden - im Rechenzentrum, im Headend, im Hub, im OSP-Gehäuse oder im Zugangsknoten. Betreiber haben damit die Möglichkeit, R-PHY, R-MACPHY oder eine Kombination dieser beiden Varianten einzusetzen. Da der CCAP-Markt bis 2021 voraussichtlich die 2-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten wird - vor allem getrieben durch die 2018 beginnenden DAA-Implementierungen - wird die innovative Lösung von Nokia nicht unwesentlich dazu beitragen, Nokia als Schlüsselspieler in diesem schnell wachsenden Markt zu positionieren."

Cash Hagen, Chief Operations Officer von WOW! Internet, Cable & Phone, sagt:"Nokia ist dabei, die Kabelnetzbranche mit einer innovativen, neuen Kabelnetzlösung zu revolutionieren, die es Betreibern ermöglicht eine verteilte Zugangsarchitektur aufzusetzen, ohne dass sie an die Beschränkungen eines bestimmten Ansatzes gebunden sind. Die Virtualisierung der DAA hat nicht nur den Vorteil, dass das Netz vereinfacht wird und die Kosten sinken, sie erlaubt uns außerdem eine schnellere Bereitstellung von Diensten, die wiederum das Kundenerlebnis verbessern."

Federico Guillén, President von Nokia Fixed Networks, sagt: "Nokia verändert mit seiner vDAA-Lösung die Spielregeln in der Kabelbranche. Unsere Lösung überlässt es dem Betreiber, flexibel auf Remote-PHY- oder Remote-MACPHY-Ansätze zu setzen. Auch wenn bei einer Remote-MACPHY-Implementierung durch Ausführung des vCMTS auf dem Knoten erhebliche Einsparungen bei den Kosten, dem Platzbedarf und dem Energieverbrauch möglich sind, heißt das nicht, dass es eine Art "Universalkonzept" gibt. Mit der erweiterten Kabelnetzlösung von Nokia haben Kabelnetzbetreiber mehrere Optionen für Glasfaser- und Kabelnetze zur Auswahl, um ihre jeweiligen Anforderungen zu erfüllen."

Mit den Produkten der Gainspeed-Familie stellt Nokia Kabelnetzbetreibern eine Unified-Cable-Access-Lösung zur Verfügung, die Produkte und Innovationen für Glasfaser-, HFC- und Kabelnetztechnologie beinhaltet. Hierzu gehören:

Die jetzt angekündigten Neuerungen bei der Unified Cable Access-Lösung von Nokia nutzen das Virtualisierungs-Know-how des Unternehmens und sind fester Bestandteil des Intelligent-Access-Konzepts von Nokia, das Breitbandnetze schneller, besser und intelligenter macht.

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