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Nokia erhöht Leistungsfähigkeit von 4G-Netzen, weist den Weg zu 5G

September 06, 2017

  • Nokia erweitert sein Portfolio von Ultra-Breitbandprodukten und optimiert Kapazität, Geschwindigkeit und Latenz in heterogenen Netzen
  • Mobilfunkbetreiber erhalten flexible Netzarchitektur und können lizenziertes und unlizenziertes Spektrum nutzen, um stark wachsende Anforderungen an Datenkapazität zu bedienen
  • Auf einem nachhaltigen Entwicklungspfad zu 5G können Mobilfunkbetreiber ihre Netze bedarfsgerecht ausbauen, wo und wann dies notwendig wird

Espoo, Finnland – Nokia erweitert sein umfassendes Portfolio an Ultra-Breitbandprodukten und Technologielösungen, damit Mobilfunkbetreiber mehr Flexibilität erhalten, um die Nachfrage von Verbrauchern zu decken und die Leistungsfähigkeit ihrer Netze auf dem Weg zu 5G zu erhöhen.

Angesichts des stetig zunehmenden mobilen Breitbandverkehrs wollen Mobilfunkbetreiber die Leistungsfähigkeit ihrer Netze dort verbessern, wo sie den größten Bedarf sehen. Der erste Ausbau erfolgt traditionell in belebten Stadtzentren. Mehr Kapazität, höhere Geschwindigkeiten und unterschiedliche Latenzen (d.h. Reaktionsgeschwindigkeiten des Netzes) sind Voraussetzung dafür, die Anforderungen von Privatpersonen, Unternehmen und dem Internet der Dinge erfüllen zu können. So wird ein reibungsloser Übergang zu 5G gewährleistet. Dementsprechend hat Nokia einen nachhaltigen Entwicklungspfad für Mobilfunknetze definiert. Dieser trägt bereits getätigten Investitionen Rechnung und erlaubt es, das Frequenzspektrum bestmöglich auszuschöpfen. Ziel ist es, eine höhere Netzleistung immer dort und dann bereitstellen zu können, wo und wann sie benötigt wird.

Die Voraussetzungen hierfür schafft Nokia durch den Ausbau seines AirScale RRH-Portfolios (Remote Radio Head). Mobilfunkbetreiber können damit die Leistung bei besonders hohen Anforderungen (Peak Performance) und die Zellkapazität erhöhen. Gleichzeitig reduzieren sie den Platzbedarf der Technik in den Funkzellen, wenn sie die neuen Single- und Dualband FDD-LTE- und TD-LTE-Funkmodule einsetzen. Diese nutzenTechnologien wie Carrier-Aggregation, 4x4 MIMO und 8x4 Beamforming und erhöhen dadurch die Ausgangsleistung, unterstützen weitere Frequenzbänder und vereinfachen den Netzausbau.

Mobilfunkbetreiber, die innerhalb eines heterogenen Netzes an stark frequentierten Hotspots die Netzabdeckung und Kapaziät verbessern wollen, müssen zusätzliche kleine Zellen errichten. Nokia hat dafür seine Flexi Zone Small Cells mit neuen Funktionen ausgestattet. Besonders dicht geknüpfte Zellen organisieren sich mithilfe der "Nokia Ultra-Dense Self-Organizing Network" Technologie selbst. Dies vereinfacht die Installation von kleinen Zellen. So lassen sich z.B. Probleme vermeiden, die entstehen, wenn sich die Entfernung zwischen Funkzellen verkürzt, weil neue Funkzellen hinzukommen. Auch wenn das Netz weiter verdichtet wird, optimiert es sich fortlaufend. Die erweiterten SON-Funktionen in Nokias Femtocell-Portfolio steigern die Leistungsfähigkeit von heterogenen Netzen und unterstützen von daher die Aufnahme von Datenverkehr aus Makro-Netzen (Offload).

Weiterhin hat Nokia neue Funktionen für seine Nokia Flexi Zone Small Cells für das CBRS-Band (Citizen Band Radio Service) entwickelt. Diese unterstützen Proxy-Verbindungen von Spectrum Access Servern (SAS) und CBRS-Geräten und bieten Mobilfunkbetreibern neue Optionen, um die Netzabdeckung und Kapazität innerhalb von Gebäuden zu erhöhen. Über CBRS Flexi Zone Small Cells kann ein "neutraler Host" zur Verfügung gestellt werden, so dass Mobilfunkbetreiber Kapazität an andere Anbieter in Einkaufszentren, Hotels und Bürokomplexen vermieten können, in denen das Platzangebot begrenzt ist. Kleine Funkzellen sind in der Lage, entsprechend den FCC-Anforderungen effizient mit dem Spectrum Access Server zu kommunizieren und sicherzustellen, dass das Netz ausschließlich das gemeinsam genutzte CBRS*-Spektrum verwendet.

Um in besonders dichten, heterogenen Stadtnetzen – in denen kleine Funkzellen über Richtfunk (Microwave) mit Glasfaser-Zugangspunkten verbunden sind – ein flexibles Backhauling zu ermöglichen, unterstützt Nokia Wavence Microwave nun SDN für Netzbetreiber. Mobilfunkbetreiber profitieren von noch intelligenter Automatisierung - einschließlich einem schnellen Hochfahren von virtuellen Netzfunktionen und anpassbaren Parametern. Diese ermöglichen es, das Funkzugangsnetz zu verändern, beispielsweise, wenn Teilnehmer sich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause befinden.

Dreh- und Angelpunkt dieses Mobilfunkzugangs für unterschiedliche Technologien ist der Nokia Cloud Packet Core. Mit seinen cloudbasierten Funktionen und Abläufen erzielt er die Leistung, die notwendig ist, um Dienste und Anwendungen mit unterschiedlichen Anforderungen kostengünstig zur Verfügung zu stellen. Der Cloud Packet Core bietet höhere Kapazitä und hohe Skalierbarkeit, die für die Verdichtung Netze benötigt wird sowie Flexibilität beim Aufbau der Netzelemente, was für geringe Latenzen wichtig ist.

Nokia wird Mobilfunkbetreiber auch weiterhin bei der Planung und Optimierung ihrer Netze auf dem Weg zu 5G unterstützen, zusätzlich jetzt mit 5G Acceleration Services. Außerdem erweitert Nokia sein Portfolio dahingehend, dass Transportnetze Ende-zu-Ende eingebunden werden. Nokia überprüft gemeinsam mit Netzbetreibern den aktuellen Stand ihrer Netze in Hinblick auf 5G und entwickelt dazu passende Strategien.

Stéphane Téral, IHS Market Executive Director of Research and Analysis, Mobile Infrastructure & Carrier Economics, sagt: "Nokia stellt einen nachhaltigen Entwicklungspfad zu 5G bereit, auf dem Mobilfunkbetreiber neue Funktionalität immer dort und dann bereitstellen können, wo und wenn sie benötigt wird. Das ist eine effiziente Nutzung von Ressourcen. Netzbetreiber stehen vor der Herausforderung, daß sie die ständig wachsenden Anforderungen an ihre Netze in Städten decken müssen. Nokia bietet einen umfassenden Ansatz für die Lösung dieses Problems."

Harold Graham, Leiter des Geschäftsbereichs 5G bei Nokia, sagt: "Wir sehen es als selbstverständlich an, unseren Kunden technische Weiterentwicklungen zu bieten, die sie effizient und kostengünstig in Richtung 5G bringen. Wir wissen, welche Auswirkungen Veränderungen in den verschiedenen Bereichen eines Netzes auf das Netz insgesamt haben. Gleichzeitig entwickeln wir unser Portfolio in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden weiter, damit diese frühzeitig für zukünftige Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Kunden gerüstet sind."

Weiterführende Informationen

** Die amerikanische Federal Communications Commission (FCC) hat Regelvorschläge für das 3,5-GHz-Band vorgelegt, die die gemeinsame Nutzung eines frei verfügbaren Spektrums für Implementierungen kleiner Funkzellen für Netzbetreiber, Fixed-Wireless-Breitbanddienste und allgemeine Privatkundenanwendungen ermöglichen. Nokia ist Gründungsmitglied der CBRS Alliance.

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